Private Office




Das Home-Office von heute ist flexibel – und das nicht nur, weil die ganze benötigte Technik in einen Laptop passt, sondern auch, weil der gesamte Arbeitsplatz zu einem einzigen kleinen Möbel komprimiert werden kann. Die Flexibilität des Home Office und das Verschwinden des Arbeitszimmers haben einen neuen Möbeltypus geschaffen, der in der kleinsten Wohnung Platz hat: das Private Office, eine kleine, luftige und schicke Arbeitskonsole für Laptop & Co.

Meterlange Bücherregale und tonnenschwere Aktenschränke hat kaum noch jemand in seinem Home Office. Und trotzdem gibt es noch ein Platzproblem. Denn natürlich ist auch die heutige Generation von Individualisten zur Regeneration auf Rückzugsplätze angewiesen, an denen man allein sein, sich wohlfühlen und konzentrieren kann. In den räumlich zunehmend undifferenzierten modernen (Einraum-)Wohnungen, in Lofts, die Schauplatz des gesamten sozialen Lebens der Menschen werden, in Wohngemeinschaften oder auch in der chronisch wuseligen Familienbehausung werden solche Lieblingsplätze jedoch zur Mangelware. Wohnraum wird gerade im urban verdichteten Raum immer effizienter genutzt. Dabei wird aber mehr Raum für gemeinschaftliche Aktivitäten reserviert – der große Esstisch muss schließlich irgendwo stehen. Vorbei ist damit die Zeit des separaten oder abgetrennten Arbeitszimmers, für das sowieso spätestens nach dem ersten Kind kein Platz mehr vorhanden ist. Und während das alte Arbeitszimmer auch schon mal den Charme einer Rumpelkammer haben durfte, sollen moderne Arbeitsplätze – da „offen-sichtlich“ – auch stylischer, leichter, cooler sein als die alten, schweren und respekteinflößenden Schreibtische. Sie müssen mit einem Laptop ja auch nicht mehr so viel tragen.

Integrative Lösungen sind also gefragt. Gesucht wird das letzte freie Fleckchen in der Wohnung, oder aber eine Tisch-Sitz-Kombination für eine praktische Mehrfachnutzung. Und so finden sich Arbeitsplätze nicht nur im Schlafzimmer oder unter einer Treppe, ja sogar im Flur, sondern auch am riesigen Küchentisch oder am Sofa. Wenn es jedoch ein wirklich ein klassischer Schreibtisch sein soll, dann kommen zunehmend Solitäre zum Einsatz, die nichts anderes sind als Varianten des guten alten Sekretärs: In sich geschlossene Arbeitssysteme, deren Innenleben man nach Feierabend zuklappen, nach unten schieben, verschließen oder sonst wie verstecken kann. Schließlich möchte man irgendwann auch mal zum gemütlichen Teil des Lebens übergehen. Auch auf ergonomische Ausstattungspunkte legt der Freiberufler Wert: Ein Tisch mit (vollautomatischer) Höhenverstellung für ergonomisches Sitzen und eine entspannte Arbeitshaltung darf auch schon mal etwas mehr kosten. Schließlich ist der Körper das wertvollste Arbeitsinstrument. Natürlich sollte sich der Arbeitsplatz der Umgebung anpassen, also ganz im Sinne eines kuscheligen Heims ausgestattet sein. Eine Alternative zum individuellen Schreibtisch sind auch Sitzmöbel, die zum langen Verweilen einladen und das Lesen und Arbeiten mit mobilen Geräten erlauben.


Quelle: Koelnmesse. Abdruck honorarfrei.