Wohnen in Zahlen

Zahlen und Wirtschaftsdaten drücken Verhältnismäßigkeiten aus – wie viel Geld wird ausgegeben, nach wie viel Jahre wird ein Zimmer renoviert, wie verteilen sich Umsätze? Sie sagen aber auch etwas darüber, was den Menschen wichtig ist …


Globaler Möbelkonsum

Auf rund 309 Milliarden Euro

hat sich in den letzten zehn Jahren der weltweite Möbelkonsum verdoppelt. Damit ist klar: Wohnen wird immer wichtiger und attraktiver – auch dank der „emerging markets“ wie Russland, Indien oder China, wo der wachsende Wohlstand zu steigenden Ausgaben bei der Einrichtung führen. (Quelle: VDM)


Wohnen weltweit

44 Euro

pro Kopf geben die Menschen weltweit für die Ausstattung der eigenen vier Wände aus. (Quelle: VDM)


Deutschland Weltmeister

390 Euro

Nein, es geht ausnahmsweise einmal nicht um Fußball – Deutschland ist nunmehr auch im Wohnen offiziell Weltmeister. Pro Kopf und Jahr geben die Deutschen 390 € für Möbel aus, plus 100-150 € für Accessoires und Dekorationen. Damit investieren die Deutschen so viel Geld in die Einrichtung wie keine andere Nation. In den USA betragen die jährlichen Möbelausgaben noch umgerechnet 210 €; in den aufstrebenden Bric-Staaten sind es noch weniger, zum Beispiel in Russland 70 €, in China 20 und in Indien sogar nur 5 € pro Person. (Quelle: VDM)


Schlafzimmer

14

Jahre alt wird ein deutsches Schlafzimmer im Durchschnitt, bevor es neu gestaltet wird– und zwar durchaus anspruchsvoll. Aktuelle Schlafzimmereinrichtungen bestehen nicht mehr aus einer Serie von Möbeln, sondern aus eigenständigen Produkten. Kleiderschränke bieten mehr Fläche, Kleiderstangen oder Schubladen, und Schiebetüren sparen Raum. Neue Matratzen sind durchschnittlich schon alle neun Jahre fällig. Hohe Rückenteile vermitteln beim Einschlafen ein Gefühl von Geborgenheit. Ganz oben auf der Beliebtheitsskala stehen auch Boxspringbetten, die einen weichen und molligen Eindruck vermitteln.


Qualitätsfrage

6 – 7

Stunden schläft der moderne Mensch – und damit deutlich weniger als frühere Generationen, die 8 bis 9 Stunden Erholung brauchten. Kein Wunder also, dass bei der Schlafzimmereinrichtung daher großer Wert auf Qualität gelegt wird, denn ein gesunder Schlaf ist die Grundvoraussetzung für ein gesundes Lebensgefühl.


Massenhaft Qualität

103.278.710

Möbel hat die deutsche Möbelindustrie im vergangenen Jahr produziert – also rund 460.000 Möbelstücke pro Arbeitstag. Knapp über 30 Millionen davon wurden ins Ausland verkauft, der große Rest verblieb in Deutschland. (Quelle: VDM)


Export

3. Platz

für Deutschland in der weltweiten Rangliste der Möbelexportnationen, direkt nach Italien und China. Möbel „Made in Germany“ sind im Ausland immer beliebter und halten ihre gute Stellung auf dem heimischen Markt bei. Lieferzuverlässigkeit, gutes Design und eine Top-Qualität punkten weltweit. (Quelle: VDM)


Verlagerung Richtung China und USA

4,8%

weniger Exportumsatz verbuchte die deutsche Möbelindustrie im 1. Halbjahr 2013 – mit einem Gesamtvolumen von 4,5 Mrd. Euro ein Rückgang auf hohem Niveau, noch dazu mit interessanten qualitativen Verschiebungen. Denn auch wenn der Export innerhalb der EU-Länder sogar um 10,2 Prozent sank, kann die Branche sich über ein starkes Wachstum in fernere Regionen freuen: Der Export nach China (+ 20 Prozent) und in die USA (+ 25,8 Prozent) konnte überproportional deutlich gesteigert werden. Dies kann als deutlich positives Signal für die Zukunft aufgefasst werden, da durch die Exportbemühungen in fernere Regionen die Abhängigkeit vom europäischen Ausland tendenziell verringert werden kann. (Quelle: VDM)


Küchenrekord

10,04 Milliarden

Euro Gesamtumsatz hat die deutsche Küchenindustrie (Küchenmöbel, Elektro-/Einbaugeräte, Spülen und Zubehör) im Jahr 2013 erwirtschaftet einen (Vorjahr: 9,99 Mrd. Euro). Dies entspricht einer Steigerung von 0,05 Mrd. Euro oder 0,5% im Vergleich zum Vorjahr. Auch wenn die Umsätze von 2011 auf 2012 noch um 3,4% oder 0,33 Mrd. Euro gewachsen waren, wurde im letzten Jahr die magische 10 erstmalig überschritten.


Unser liebstes Kind

57%

der vom Frankfurter Zukunftsinstitut befragten Menschen wählten die Küche als eines der Dinge, die ihnen am Wichtigsten seien. Welchen Stellenwert damit die Küche mittlerweile in Deutschland hat, zeigt der Vergleich. Laut der Studie stand für gerade einmal 29% der Befragten das angeblich liebste Kind der Deutschen ganz oben auf der Wunschliste: ein tolles Auto.


Badezimmer hält fit

Fast 40%

der Deutschen können sich laut einer Studie vorstellen, ihr Badezimmer zur Gesundheitsvorsorge und für Fitnessübungen zu nutzen. Dabei rangierten entspannende Bäder nach körperlicher Anstrengung (67 %) vor Wechselduschen (59 %) und Whirlwannen (51 %) ganz oben im Klassement. Saunen (41 %), Dampfduschen bzw. -bäder (35 %) und Wassertreten (24 %) folgen dahinter. Am Ende der Skala schaffen Fitness-, Yoga- oder Tai Chi-Übungen immerhin noch 22 %. „Wenn bereits heute vier von zehn Bundesbürgern das heimische Bad als Ort für die private Gesundheitsvorsorge und das persönliche Fitnesstraining in Erwägung ziehen, beweist das seinen Wandel zum vielseitigen Lebensraum“, betont Jens J. Wischmann, Geschäftsführer der Vereinigung Deutsche Sanitärwirtschaft. (Quelle: VDS)


China-Importe

0,8%

ging im ersten Quartal des laufenden Jahres der Umsatz mit Möbelimporten aus China gegenüber dem Vorjahresquartal zurück. Damit setzte sich der Abwärtstrend von 2013 (-9,8) fort. Kompensiert wird der Rückgang der Möbelimporte aus China durch die steigenden Möbeleinfuhren aus Osteuropa, und hier vor allem aus Polen, Tschechien und Ungarn.


Koelnmesse

280 Millionen Euro

beträgt der Rekordumsatz der Koelnmesse 2013. Damit ist das Unternehmen zurück in der Gewinnzone: „2013 war für die Koelnmesse ein herausragendes Jahr: Der Umsatz und der Gewinn sind der höchste in unserer 90-jährigen Geschichte“, bilanzierte Messechef Gerald Böse auf der Jahres-Pressekonferenz. Die Zahlen lesen sich wie folgt: 280 Millionen Euro Umsatz, 16,7 Millionen Euro Gewinn, 89 Veranstaltungen mit 40.000 ausstellenden Unternehmen und mehr als zwei Millionen Besuchern. Insgesamt sind die Umsätze der Messen im Durchschnitt um acht Prozent gewachsen. Mit einem Flächenzuwachs von elf Prozent zählte die LivingKitchen zu den erfolgreichsten Veranstaltungen der Koelnmesse. (Quelle: Koelnmesse)


Quelle: Koelnmesse. Abdruck honorarfrei.